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Gulfstream bringt die G400- und G300-Modelle zum ersten Mal nach Europa
Die Veranstaltung in Farnborough brachte einen der drei Flugtest-G400 und die erste europäische Präsentation des G300-Modells zusammen und stärkte damit die Position des Herstellers im mittleren Segment des Kontinents.

Gulfstream veranstaltete am 8. Juni in seinem Wartungszentrum in Farnborough, Großbritannien, eine Kundenveranstaltung und nutzte die Gelegenheit, um gleichzeitig zwei europäische Debüts zu geben: eine Flugtest-G400 – die erste, die vom Band lief – und das erste Modell der G300 in Originalgröße, das auf dem Kontinent gezeigt wurde.
Die G400, die in Farnborough ankam, legte die Strecke von Washington D.C. in 6 Stunden und 12 Minuten zurück und flog mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von Mach 0,87 mit nachhaltigem Flugtreibstoff. Das Flugzeug ist eine der drei Flugtesteinheiten des Programms, die im August 2024 zum ersten Mal starteten. Die ursprünglich für 2025 geplante Zertifizierung steht noch aus.
Der G300 hat eine andere Geschichte. Das im September 2025 als Nachfolger des G280 angekündigte Modell startete im Dezember eine Testkampagne. Wie sein Vorgänger wird es von Israel Aerospace Industries in Tel Aviv hergestellt und über zwei Honeywell HTF7250G-Turbofans verfügen. Das Modell bot europäischen Kunden einen ersten konkreten Blick auf die Kabine und die Proportionen des Flugzeugs vor der Zertifizierung.
Die Wahl von Farnborough als Bühne ist kein Zufall. Europa ist der Hauptmarkt für die beiden kleinsten Jets im Gulfstream-Portfolio: Die meisten innereuropäischen Flüge finden im 4.200-Seemeilen-Bereich der G400 und 3.600 Seemeilen der G300 statt. Auf einem Kontinent, auf dem das Netzwerk kleinerer Flughäfen Mittelklasseflugzeuge bevorzugt, kämpfen die beiden Modelle um einen relevanten Platz – und Gulfstream möchte eindeutig im Entscheidungsprozess lokaler Käufer präsent sein, bevor die Konkurrenz mit einem zertifizierten Produkt eintrifft.










